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Abschlussveranstaltung der Kältehilfe 2018/19

Berlin, 8. April 2019

KH Abschluss FrostschutzengelDie Berliner Kältehilfe hat die Angebote seit Anfang April verringert und endet endgültig zum Ende des Monats. Bis zum 30.04.2019 sind noch 25 Einrichtungen mit ca. 795 Schlafplätzen geöffnet. Zum Abschluss fand für etwa 100 Gäste eine gemeinsame Veranstaltung in der Evangelischen St. Thomas Kirche am Mariannenplatz statt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Christin Fritzsche von der GEBEWO pro gGmbH und Ingo Bullermann, Geschäftsführer der Neue Chance gGmbH.

Der Straßenchor eröffnete die Veranstaltung, im Anschluss begrüßte Pfarrerin Friederike von Kirchbach die geladenen Gäste.

Der Verantwortliche für die Koordinierungsstelle Kältehilfetelefon/-datenbank Clemens Ostermann präsentierte die Auslastungsanalyse für 2018/19. Insgesamt verzeichnet die Kältehilfe in dieser Periode eine positive Bilanz, erklärte er. Die zeitweise 1200 Schlafplätze und zahlreichen Plätze in Nachtcafés und Tagesstätten wurden gut angenommen. Auch wenn es jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung ist, fanden sich, trotz angespanntem Immobilienmarkt, ausreichend geeignete Räumlichkeiten, erklärte Andreas Düllick von der Koordinierungsstelle der Kältehilfe. Mit sieben Monaten Laufzeit war diese Saison die längste seit dem Beginn der Kältehilfe 1989. Erwähnenswert war in diesem Jahr auch der Ausbau der Notübernachtungsplätze für Frauen auf 144 und die Erweiterung der Angebote in der Gesundheits- und Sozialberatung.

Sabrina Niemietz, Projektkoordinatorin der Kältehilfeoffensive des Diakonischen Werks Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz thematisierte in ihrem Redebeitrag die täglichen Herausforderungen der Arbeit in der Kältehilfe. Es sei wichtig, sich immer wieder zu fragen, was man erreichen will und was man mit den temporären Angeboten leisten kann. Denn die Kältehilfe sei zuallererst vor allem Überlebenshilfe, so Niemitz in ihrer Ansprache.

Im zweiten Teil berichteten mehrere Koordinator*innen über ihre Projekte. Guido Fahrendholz von der Notübernachtung Storkower Straße, Sabrina Bieligk, von der Notübernachtung am Containerbahnhof der Berliner Stadtmission, Malaika Neu und Franziska Greß von der Notübernachtung JugendKulturzentrum Pumpe des AWO Kreisverband Mitte e.V., Lutz Müller-Bohlen von der KARUNA Sozialgenossenschaft eG mit den Projekten Kältebahnhof Lichtenberg und dem Obdachlosencamp Rummelsburger Bucht und Monika Slobodzian von der aufsuchenden mehrsprachigen Beratung „TRIA“ der GEBEWO pro erzählten von den vielfältigen Beiträgen, die ihre Projekte in der Kältehilfe leisten.

Im Anschluss hielt Sozialsenatorin Elke Breitenbach eine Ansprache, in der sie den Blick in die Zukunft richtete, aber auch die Widrigkeiten der Kältehilfe thematisierte. Sie bedankte sich in diesem Zuge noch einmal bei allen bei allen Mitarbeiter*innen und Ehrenamtlichen für ihren Einsatz.

Die musikalischen Beiträge des Berliner Straßenchors und einem Gedicht, das die widrigen Lebensbedingungen von obdachlosen Menschen im Winter zum Thema hatte, erhielt die Veranstaltung ein festliches Rahmenprogramm.

Nachdem die letzten Angebote am 30.04. enden, beginnen die Vorbereitungen für die nächste Kältehilfesaison. Nach der Kältehilfe ist vor der Kältehilfe!

Fotos: Orlando El Mondry, http://www.fotozureal.de/

 

Meet the Winners - FEANTSA Ending Homelessness Awards 2018

Berlin, 7. November 2018

Winnner FEANTSAIn Brüssel der diesjährige FEANTSA Ending Homeless Award verliehen. In diesem Jahr wurden damit innovative und nachhaltige EHAP-Projekte ausgezeichnet, die Wohnungslosigkeit in Europa bekämpfen.
Übergeben wurden die Auszeichnungen an die drei Preisträger-Projekte durch Marian Harkin, MEP, die nicht nur sichtlich begeistert war von den einzelnen Projekten, sondern auch ihr Engagement im Europäischen Parlament für den Einsatz gegen Wohnungslosigkeit bestätigt sah.

Den ersten Preis erhielt das Projekt Frostschutzengel Plus aus Berlin, ein Kooperationsprojekt der GEBEWO Soziale Dienste Berlin gGmbH und des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin e.V.. Wir freuen sehr uns über diese besondere Auszeichnung! Im Rahmen der Preisverleihung wurde ein Informationsfilm über unsere Arbeit gedreht: Hier finden Sie den Videoclip.

Sind Sie neugierig geworden auf FEANTSA? www.feantsa.org.

 

 

Die Arbeit der Frostschutzengel zeigt Ergebnisse

Berlin, 24. Oktober 2017

Jahresbericht Frostschutzengel plus

Die "Frostschutzengel plus" haben Ihren Jahresbericht 2016 fertig gestellt. Im Jahr 2016 wurden 279 obdachlose Unionsbürger*innen beraten und dabei unterstützt ihre prekäre Lebenssituation zu verbessern.
Eine zentrale Schlussfolgerung lautet: "Es wird zunehmend deutlich, dass die niedrigschwellige Wohnungslosenhilfe das soziale Problem von Unionsbürger*innen nicht lösen kann und dringend auf Unterstützung angewiesen ist."
Die Auswertung zeigt, das Gros der unterstützten Personen sind im Rahmen der europäischen Freizügigkeitsregelungen mit dem Motiv der Arbeitssuche nach Deutschland gekommen. Den Jahresbericht 2016 finden Sie hier.